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Bier und Körpergewicht Eine Epidemie Fettleibigkeit stellt in unserer Gesellschaft ein wichtiges Gesundheitsproblem dar. In unserem Land sind zur Zeit 30 % der Bevölkerung zu dick, Tendenz steigend. Bereits im Grundschulalter sind 11 % der Kinder zu dick. Früher enthielt die Ernährung mehr Salz, weil der „Salzthermostat“ höher eingestellt war. Wenn das Fleisch weniger Salz enthält, sinkt auch der Konsum von Salz in anderen Nahrungsmitteln. Beim Zucker scheint jetzt die umgekehrte Entwicklung einzutreten. Je mehr mann süsse Getränke trinkt oder Süssigkeiten isst, umso mehr bestimmt der süsse Geschmack auch die Nahrungsmittel, die man wählt. Hotelfachschulen stellen fest, dass der „Süss-Thermostat“ in der Küche mit der Zeit immer höher eingestellt wird. Der Beitrag, den die immer süsseren Erfrischungsgetränke dazu leisten, kann nicht unterschätzt werden. Der häufige Konsum zuckerhaltiger Getränke oder Erfrischungsgetränke ist übrigens auch einer der Gründe für das derzeitige Übergewicht. Manche Kinder holen 25 bis 30 % ihres täglichen Kaloriebedarfs aus zuckerhaltigen Getränken. Auf diese Weise können Erfrischungsgetränke, aber auch Obstsäfte, einen wichtigen Beitrag zur zunehmenden Fettablagerung und auf diese Weise auch zum Übergewicht leisten. Mit künstlichen Süssstoffen, wie sie in Light-Erfrischungsgetränken angewandt werden, löst man das Problem nicht ganz. Denn einerseits enthalten Light-Erfrischungsgetränke weniger Kalorien, aber andererseits geht aus Untersuchungen hervor, dass Aspartam, ein häufig benutzter künstlicher Süssstoff, das Hungergefühl verstärkt, was seinerseits zu einem höheren Alkoholkonsum führt. Eine gute Alternative zu Softdrinks sind die traditionellen Tafelbiere. Tafelbiere, die früher in allen Familien auf den Tisch kamen, sind im Laufe der Jahre von den Softdrinks verdrungen worden. Der Konsum von Tafelbieren ist in den vergangenen Jahren auf spektakuläre Art und Weise gesunken, und die Tendenz setzt sich weiter fort. Dass die junge Generation mittlerweile den süssen Geschmack der Erfrischungsgetränke bevorzugt und das bittersüsse Tafelbier links liegen lässt, hängt zweifellos mit den Werbekampagnen von Firmen wie Coca-Cola zusammen. Eine Studie von Prof. Jaak Janssens über Softdrinks und Tafelbier und deren Einfluss auf die Insulinämie zeigt, dass Softdrinks im Gegensatz zu Tafelbier zu einem deutlichen Anstieg der Insulinämie führen. Dieser Anstieg ist vom Body-Mass-Index des Kindes abhängig. Je schwerer das Kind, desto stärker ist der Anstieg des Insulins nach Genuss eines Erfrischungsgetränks. Dies suggeriert bei Jugendlichen einen Mechanismus, der darin besteht, dass mit zunehmendem Körpergewicht auch die Insulinempfindlichkeit zunimmt. Dieser Teufelskreis wird nicht nur in der neueren Fachliteratur, sondern auch in anderen Studien bestätigt. | ![]() |
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