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10/09/2003 Ein längeres Leben dank einem Glas Bier am Tag Bier beugt Nierensteine und Herzkrankheiten vor, sorgt für eine saubere Haut und ist auch für jeden Sportler eine gute Geschichte. Aber nur, wenn man regelmässig eine mässige Menge Bier konsumiert. Professor Dr. Manfred Walzl, Neurologe an der Nervenklinik im österreichischen Graz, geht einige positive Auswirkungen der Reihe nach durch. Bier ist derzeit ‘in’: Bis heute sind nicht weniger als dreitausend Untersuchungen und Studien in bezug auf Bier durchgeführt worden. Ein Teil davon bezieht sich auf Krebs. In Japan, den Vereinigten Staaten und Deutschland wurde in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe faszinierender Studien durchgeführt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die im Hopfen enthaltene Substanz Xanthohumol eine hundertfach krebshemmendere Wirkung hat als grüner Tee oder Soja. In den Vereinigten Staaten wurde sogar eine Genehmigung erteilt, um „Anti-Krebs-Bier auf den Markt zu bringen“. In Polen und der Tschechei wird Bier bei urologischen Behandlungen verschrieben und von der Krankenkasse erstattet, weil Studien belegt haben, dass Bier ein gutes Mittel gegen Nierensteine darstellt. Bier hat auch eine antibakterielle Auswirkung, die bei einer Helicobacter-Infektion ihren Nutzen hat. Manfred Walzl ist der Meinung, dass Bier zu Unrecht den Ruf hat, für Sportler nicht geeignet zu sein. Der bekannte tschechische Marathonläufer Emil Zatopek hat während seinen sportlichen Leistungen Bier getrunken, weil er gespürt hatte, dass die Muskelkapazität unter Belastung unmittelbar wiederhergestellt wurde, während die Muskeln keinen Schaden davon trugen. Dank der Panthothensäure und des Vitamin-B-Komplexes hält Bier die Haut glatt und geschmeidig. Bereits Kleopatra wusste dies, darum ersetzte sie die Eselsmilch in ihrem Bad durch Bier. Ferner hat auch die Kosmetikindustrie schon längst entdeckt, dass Biershampoo und –spülungen eine Wohltat für das Haar sind. Alle diese positiven Auswirkungen auf die Gesundheit gelten selbstverständlich nur, wenn die Grenze des mässigen Bierkonsums nicht überschritten wird. Für Männer liegt diese Grenze bei einem Liter pro Tag und für bei der Hälfte dieser Menge. Zur Zeit erforscht Professor Walzl die Auswirkungen von Bier auf die Müdigkeit, die dem Bier zugeschrieben wird. Messungen des Durchmessers der Pupille haben ergeben, dass Bier nicht zu Müdigkeit führt, im Gegenteil sogar. Diese Studie wird demnächst veröffentlicht. Quelle: Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Brauwirtschaft e.V., Bonn; Interview mit Prof. Manfred Walzl. | ![]() |
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