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Wissenschaftliche Analyse eines historischen Brauprozesses (aus dem Jahr 1750)

Das Experiment vom 4. Mai 2002

Aus mehreren historischen Veröffentlichungen wissen wir, dass unsere Vorfahren kräftig getrunken haben: vom 14. bis zum 18. Jahrhundert betrug der tägliche Durchschnittskonsum pro Kopf der Bevölkerung 0,6 Liter (zum Vergleich: 1998 tranken wir nur 0, 27 l pro Tag). Aber ob sie jetzt starkes Bier tranken oder eher flüssiges Brot, dass mehr der Gesundheit als dem Genuss zugute kam, wissen wir nur annäherend. Wir wissen auch überhaupt nicht, wie die Brauereien auf dem Lande im 18. Jahrhundert ausgestattet waren und funktionierten. Wie einigten sich die Einwohner von Diepenbeek, wenn sie die Getreidevorrate zusammentrugen, um gemeinsam brauen zu können? Welche Getreidearten wurden gemischt und in welchem Verhältnis? Benutzten sie Weizen, Gerste und Hafer? Oder tranken Sie nur Weizenbier? Woher kamen die Rezepte? Woher kam der Hopfen?

Das Experiment wird nicht alle Fragen beantworten können. Wir wissen, dass die Getreidearten aus dem Ancien Regime einen Qualitätstest mit derzeitigem Getreide nicht standhalten würden, und dass die Malztechniken heutzutage viel effizienter sind. Können wir denn irgendeine Schlussfolgerung ziehen? Das Experiment wird es uns auf jeden Fall erlauben, zu wissen, ob die Behälter nach der Renovierung auch korrekt aufgestellt worden sind. Ob die Pumpen funktionieren, ob das Kühlschiff nicht doch niedriger hätte stehen müssen, und ob die Logik der Brauhandlungen eingehalten werden kann. Aber die Forscher der Universität Antwerpen werden vor allem am eigenen Körper erfahren, wie hart unsere Vorfahren arbeiten mussten.


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