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Rezepte gegen einen Kater Einführung Ein Kater: Wer das in seinem Leben noch nicht erlebt hat, der verdient eine Seligsprechung. Schrecklich: Das Gefühl, man könne jeden Augenblick sterben, ein trockener Mund, wahnsinnige Kopfschmerzen, Gliedmasse wie aus Kautschuk, Übelkeit, und mit dem Kopf, naja, Sie wissen schon wo. Dieses Phänomen des Morgens nach dem vorigen Abend ist schon in der ganzen Geschichte bekannt, der Tag nach einer durchzechten Nacht eben ... und die Wissenschaft kann viel, wir fliegen zum Mond, wir fertigen Computer mit ungeahnten Möglichkeiten, aber wissenschaftlich vertretbare und in Rahmen von Experimenten bestätigte Mittel gegen den Kater gehören nicht dazu. Der Grund liegt auf der Hand: Die Behörden, die Ärzte und die Industrie befürchten, dass eine experimentelle Katerkur zu einem katastrophalen Anstieg des Alkoholmissbrauchs bei den mässigen Alkoholtrinkern führen könnte. Denn ein Kater ist letztendlich nichts anderes als ein Symptom, mit dem die Natur zeigen will, dass man sich sowas nicht antun sollte. Aus diesem Grund kann man kein wissenschaftlich fundiertes Mittel gegen einen Kater finden. Stark untersucht wird hingegen die Auswirkung des Alkohols auf den Körper. Das hat viele Forscher dazu gebracht, über die besten Mittel gegen den Kater zu spekulieren. Es besteht jedoch ein timider Versuch, die Auswirkung einiger beliebter Mittel experimentell zu untersuchen. Die Zeitschrift New Scientist hat (als Vorbereitung auf das neue Jahrtausend, von dem man sich offenbar einen alkoholreichen Start erwartet hat) ein Dutzend unerschrockene Freiwillige bereitgefunden, sich an vier aufeinander folgenden Wochenenden kräftig zu betrinken, um so jede Woche ein anderes Mittel ausprobieren zu können. Am Morgen nach dem Alkoholmissbrauch hielten sie anhand einer Reihe von Symptomen schriftlich fest, wie übel ihnen war. Als Schutz vor der Austrocknung, der bekanntesten Konsequenz eines übermässigen Alkoholkonsums, tranken die Freiwillige vor dem Einschlafen immer ein Glas Wasser. Quelle: New Scientist | ![]() |
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